Das perfekte Verbrechen: Eine neue Generation von Kriminellen baut sich im Internet eine digitale Unterwelt.
“Wenn zum Beispiel gestohlene Kreditkartennummern gesperrt sind, bieten viele Hehler umgehend Ersatz an. Andere melden sich freundlich bei ihren kriminellen Kunden ab, wenn sie verreisen. “Ich fahre in den Urlaub, daher bin ich nicht immer erreichbar”, heißt das dann etwa bei einem Hehler, der sich “Ca$$$$hboi” nennt.
Wer trickst oder schlechte Software vertickt, wird an den Pranger des Netzes gestellt und bestenfalls als Stümper verlacht – oder gleich als Abzocker beschimpft und gesperrt.
So hat sich eine seltsame Moral herausgebildet, denn selbst Schwarzmärkte blühen nur auf der Basis von Vertrauen. Nirgendwo ist dies so wichtig wie beim Kreditkartenklau.”
Video: Taser im Selbstversuch und Besuch in der Firmenzentrale von Taser in Scottsdale, Arizona. Dazu ein Artikel.
Ausweitung der Kampfzone: Wie gefährlich sind Elektroschockwaffen? Bisher galten sie als Ursache von über 150 Todesfällen. Nun deutet sich an: Die Geräte sind harmloser als gedacht.
Märchen aus dem Sarkophag: Als “Augenzeuge” und “Überlebender” der Tschernobyl-Katastrophe tingelt der ehemalige KGB-Offizier Anatoly Tkachuk durch die Medien, lässt sich als Experte befragen. Tatsächlich steckt sein Buch “Ich war im Sarkophag von Tschernobyl” voller Verschwörungstheorien. Fakten? Fehlanzeige. Hier ein weiterer Artikel über die Medienresonanz auf das Buch.
Gelenkte Demokratur: Die Gesundheitskarte soll den “Gläsernen Patienten” schaffen und Kosten sparen. Doch der Testbetrieb muss erneut verschoben werden. Drohen Pannen wie bei der Lkw-Maut? (2006)
Wenn der Ball nicht macht, was der Kopf will: Mit Mattels Konzentrationsspiel Mindflex lässt sich ein Ball angeblich durch Gedankenkraft bewegen. Doch ein neues Gutachten belegt: Bei jedem zweiten Tester funktionierte die Steuerung durch Hirnimpulse gar nicht. Jeder sechste erlebte eine echte Überraschung. Hier ein Video dazu.
Im Paradies, Untergeschoss: Unter dem Ortsschild von Las Vegas wächst eine zweite surreale Stadt – für Obdachlose.
Weiter durch die Dunkelheit, durch Pfützen, vorbei an Lagern, an ordentlich gemachten Betten mit Kuscheltieren, an vollgekackten Matratzen, an Feuerstellen mit Spritzen, an Graffiti-Motiven mit Totenschädeln. “Halt, wer ist da?”, kommt es immer wieder ängstlich aus einem Gang. “Was zum Teufel machst du hier?” Auch unter Obdachlosen herrscht Wohnungsnot, mittlerweile leben einige hundert Menschen in den Tunneln, das größte Camp umfasst 16 Bewohner.
Die besten Orte sind längst besetzt, Neuankömmlinge müssen immer tiefer ins Dunkle ziehen, wo es kein Licht gibt, wo tückische Gasansammlungen die Luft vergiften, wo es keinen Ausweg gibt, wenn die Flut kommt. Die Obdachlosigkeit in den USA ist im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen. Der Stadtrat von Las Vegas reagierte bereits 2006, indem er die Ausgabe von Essen an Obdachlose in öffentlichen Parks verbot. Die Verordnung wurde zunächst aufgehoben, weil Bürgerrechtler klagten.
Ein paar Lager weiter taucht ein Lichtschacht auf. Oben im gleißenden Licht thront Caesars Palace, ein luxuriöses Hotel mit 3300 Zimmern. Baumaschinen dröhnen, ein neuer Trakt wird geschaffen, die Spaßfabrik trotzt der Krise.
Lange vor Fertigstellung des Hotels sind die ersten Gäste eingezogen, unterirdisch.
Fund im Sternbild Krake: Die Mobiltelefone der Firma Apple speichern ohne Wissen oder Zustimmung der Nutzer den Aufenthaltsort, und das über Monate hinweg. Apple spricht von einem Versehen, Kritiker argwöhnen, dass der Konzern Bewegungsprofile zu Geld machen will.












