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Niemand kriegt, was er sich wirklich wünscht. Deshalb machen wir ja weiter. Wenn man nur ein einziges Mal bekäme, was man sich wirklich wünscht, man würde auf der Stelle mit dem Leben aufhören.

So muss man fortfahren, sich etwas zu wünschen, das nicht da ist, Jedermann braucht seinen höchstpersönlichen Roman, wie das Leben auszusehen hätte.

Michael Rutschky, Lebensromane

 

Hier ein Hypertextprojekt, das Michael Rutschky 1999 entwickelt hat für das Hypertext-Festival „Die Softmoderne“. Die Idee: Man stelle sich ein Fotoprojekt ein bisschen wie einen Zauberwürfel vor. Der „Berlinroman“ von R. stellt dabei nur eine Seite des Würfels dar – bietet aber eine fast Unendliche Zahl von Anknüpfungspunkten zu weiteren Projekten auf anderen Würfelseiten von anderen Autoren, die noch gar nicht wissen, dass sie später einmal teilnehmen werden. Kein in sich geschlossenes Überwältigungsprojekt, im Gegenteil. Eine bewusst unfertige, offene, zukunftshungrige Skizze. Das Vernetzungs-Projekt eines Authors‘ author. Typisch Rutschky.

 

Ich dachte, der Berlinroman sei verschollen. Heute sehe ich: Die wunderbare Wayback Machine des Internet Archive“ hat anscheinend eine (leider unvollständige) Kopie gespeichert. Das Vergangene ist nicht vergangen – es ist nur ungleich verteilt.

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