Ich, etc.

So sieht Hilmar Schmundt laut Google aus, man beachte Enzensberger und die „Massage to go“. Die Wege der Suchmaschinen sind unergründlich.

Hilmar Schmundt ist Redakteur beim Spiegel und lebt in Berlin. Als Mitgründer des Hypertext-Festivals „Softmoderne“ (1995-200) verlief er sich im einen oder anderen interaktiven Roman, bis er überraschend als Redakteur bei der Zeitschrift konr@ad landete (1998). In „Hightechmärchen“ (2003) amüsiert er sich über das Technische Erhabene in Science und in Fiction. Im Sammelband „Böse Orte“ (2005) erkundet er das Wilde Gedenken am Obersalzberg und anderswo. In „Mekkas der Moderne“ (2010/2014) schlendert er nach Tokio, Baikonur, Dubai, Weimar und Zermatt. In „Gutenbergs neue Galaxis“ (2013/2015) besucht er Bücherhacker in New York, Lausanne, Berlin und begeht den Verlobungsort seiner Eltern per Google Streetview. Der Hashtag zum Buch: #alleswirdgutenberg. In „Glück Tief – Höhlenforscher erzählen“ (mit Klaus Sander) geht er auf eine Ohrenreise in den Untergrund, in Form eines Audio-Buchs.

* * *

One day in 2000, I dropped my daughter, Ruby, off at nursery school and was approached by one of the fathers I didn’t know very well. Imagine my surprise when he said, “Congratulations on being the mother of MP3!” he said.
“Sorry?” I said, wondering what he was talking about.
“There is an article this week in a magazine called Business 2.0, calling you the ‘mother of the MP3.’ They used one of your songs to create it.”
“Really. Well, thanks. I’ll check it out.”
I ran home and found the article online.
The title was “Ich Bin Ein Paradigm Shifter: The MP3 Format is a Product of Suzanne Vega’s Voice and This Man’s Ears.”
“The MP3 fools the ear by eliminating the least essential parts of a music file…To create MP3 [Karl-Heinz] Brandenberg had to appreciate how the human ear perceives sound. A key assist in this effort came from Suzanne Vega. ‘I was ready to fine-tune my compression algorithm,’ Brandenberg recalls. “Somewhere down the corridor a radio was playing “Tom’s Diner.” I was electrified. I knew it would be nearly impossible to compress this warm a cappella voice.”‘
So Mr. Brandenberg gets a copy of the song, and puts it through the newly created MP3. But instead of the “warm human voice” there are monstrous distortions, as though the Exorcist has somehow gotten into the system, shadowing every phrase. They spend months refining it, running “Tom’s Diner through the system over and over again with modifications, until it comes through clearly. “He wound up listening to the song thousands of times,” the article, written by Hilmar Schmundt, continued, “and the result was a code that was heard around the world. When an MP3 player compresses music by anyone from Courtney Love to Kenny G, it is replicating the way that Brandenburg heard Suzanne Vega.”

-Susanne Vega in der New York Times, September 2008
http://opinionator.blogs.nytimes.com//2008/09/23/toms-essay/

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“Schmundts Sampler ist ein eloquentes Plädoyer, endlich einmal die Chancen der neuen E-Lesewelt wahrzunehmen: “Wie wäre es , wenn Gutenbergs Heimatland, statt erbitterte Debatten um das Urheberrecht zu führen, ein Zukunftslabor betreiben würde: Autoren, Verleger, Medienforscher, die Expeditionen in die neuen Spiralarme der Gutenberg-Galaxis unternehmen?” Ja, wie wäre das? Gut wäre das! Einen äußerst lesenswerten Expeditionsbericht hat Schmundts mit seinem E-Book jetzt schon mal selbst vorgelegt. Und zugleich ein konkretes Angebot gemacht: unter dem Hashtag #AllesWirdGutenberg lädt er die Leser zur Diskussion ein.”

-Ansgar Warner von e-book-news über “Gutenbergs Neue Galaxis” Twitter: @e_book_news

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„Hilmar Schmundt schreibt im SPIEGEL auf eine besondere Art, mir hat schon häufiger ein Text so gut gefallen, dass ich zur Autorenzeile vorscrollte (iPad) und dann war er von Schmundt.“

-Sascha Lobo. Twitter: @saschalobo

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„Im Fokus des Vortrags standen dabei die Gefahren der politischen Funktionalisierung von NS-Bauwerken, die insbesondere auch am Beispiel des Westwalls und seiner Vielzahl von privat betriebenen Bunkermuseen sichtbar würden, wie der Referent hervorhob. In Anlehnung an Hilmar Schmundts Konzept der »Bösen Orte« betonte Elfert die Gefahr, diese nationalsozialistischen Erinnerungsorte sich selbst zu überlassen und in eine historisch unkritische und auf ästhetische Gesichtspunkte reduzierte Darstellung münden zu lassen, wie es z.B. am Westwallmuseum »Panzerwerk Katzenkopf« in Irrel sichtbar sei. Dem Untertitel der Tagung »Wege zu einem verantwortungsvollem Umgang« folgend, plädierte Elfert vielmehr für eine »Neukontextuierung«, die der Gefahr und der Strahlkraft der »Bösen Orte« entgegenzustellen sei. Diese richte sich gegen eine falsche, aus dem historischen Kontext herausgelöste Musealisierung der Betonrelikte und setze dieser ein kontextualisiertes Lernen am authentischen Ort entgegen.“

(Franziska Bedorf und Daniel Holder Zukunftsprojekt »Westwall«. Wege zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Überresten der NS-Anlage Tagungsbericht über die Westwall-Tagung vom 3. bis 4. Mai 2007 in Bonn in: Historische Kulturlandschaftsforschung im Spannungsfeld von älteren Ansätzen und aktuellen Fragestellungen und Methoden. Institutioneller Hintergrund, methodische Ausgangsüberlegungen und inhaltliche Zielsetzungen Siedlungsforschung. Archäologie – Geschichte – Geographie 24, 2006)

https://www.kulturlandschaft.org/publikationen/siedlungsforschung/sf24-2006.pdf

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„Seine mit hoher sprachlicher Qualität und großer Präzision verfassten Beiträge sind spannend zu lesen und hervorragend recherchiert. Zudem gelingt es Schmundt, seine Leser durch das offensive Einbeziehen eigener biografischer Erfahrungen bei der Erprobung neuer medialer Lese-Möglichkeiten zu eigenen Erkundungen zu ermuntern. Hilmar Schmundt zeigt scheut sich nicht, auch politisch kontroverse Themen wie beispielsweise das Urheberrecht oder die Nutzung von E-Books in öffentlichen Bibliotheken pointiert anzusprechen. Dabei nimmt er Stellung, argumentiert und plädiert für zukunftsweisende Veränderungen.“

-Pressemitteilung zum Publizistikpreis des deutschen Biblitheksverbandes am 6. 5. 2015

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Stephan Porombka, Hilmar Schmundt und Thomas Wegmann organisierten bereits die Softmoderne und dies zu einer Zeit, als die Verbindung von Literatur und Internet für viele noch fremd war. In der Tat entpuppt sich die »elektroLit« mit ihren Veranstaltungen als eine getarnte Softmoderne, denn auch hier hielt man sich an die bewährte Mischung von interessanten Podiumsdiskussionen, Vorträgen und künstlerischen Beiträgen. Auch bei den Themenschwerpunkten setzte man den Stil der Softmoderne fort: es ging um aktuelle Entwicklungen und Trends, um die neuen und neuesten Möglichkeiten, die die Elektronik der Literatur bringt.

-Wolfgang Tischer, Literaturcafe.de, Juli 2000
http://www.literaturcafe.de/elektrolit-in-berlin-der-autor-als-content-provider-fuer-energetische-buecher/

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Twitter: @hilmarschmundt

Youtube: schmundt

Kontakt: admin (at))) schmundt de

Der Journalistenpreis PUNKT der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Der Publizistenpreis des deutschen Bibliotheksverbandes.

2 Gedanken zu “Ich, etc.”

  1. hallo Hilmar – wir haben uns vor hundert jahren im >podewil Instit. für Neue Physik digital painting < (- siehe meine heimseite). letztes jahr im herbst habe ich kontakt aufgenommen zu
    den forschern in golm am frauenhofer, denn ich bin an der digitalen leinwand der zukunft dran, mit der will ich sobald wie möglich ( 100 jahre ?! ) arbeiten. der historische kompromiss des ausdruckens auf stoff-träger soll bald sein ende finden.
    so – und nun hat mir gestern ein kunde deinen david hockney artikel im spiegel zugesandt. super ! prima ! – und der meister redet mir aus dem herzen. wie die schönen parallelitäten sind, kannst du auch ersehen an dem text von Lara Grund, von 2011, auf meiner webside. langer rede kurzer … – ich würde mich gerne mal mit dir zusammensetzen ( mein studio ist z.B. in charlottenburg), um verschiedene wege zur digitalen leinwand zu erörtern. klar zeige ich dir dann auch neue arbeiten "im original " …
    ich freue mich von dir zu hören
    herzliche grüße vom Wolf Vogler

  2. Dear Mr. Schmundt,
    I have read your artkel about your attraction to e-books. I find it, though I like the hardcover books, inspiring. I am an Israeli video artist and author based in Cologne/Germany. I am sending you some details about my latest internet project. You might find it interesting.
    I would be very happy to hear your opinion on this project.
    Best wishes,
    Boaz Kaizman

    71gedichte(dot)boazkaizman(dot)de
    71Gedichte/71poems
    by Boaz Kaizman

    The exhibition 71Gedichte/71poems is a media experiment that aims at expanding the limits of the classical exhibition space. The work features more than 150 elements in their native environment – the internet. Which brings 71Gedichte/71poems into the world of the visitor.

    71gedichte(dot)boazkaizman(dot)de
    a native online exhibition

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